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Wellington

Wellington – Hauptstadt der Kiwis

Die Stadt Wellington liegt im Süden der Nordinsel Neuseelands. Sie wurde aufgrund ihrer exzellenten Lage zur Hauptstadt des Landes auserkoren, obwohl sie nicht die größte neuseeländische Metropole ist. In der City leben 200.000 Menschen, insgesamt hat der gesamte Ballungsraum 370.000 Einwohner. Heute ist Wellington das politische und kulturelle Zentrum Neuseelands.

Wellington ist für seinen malerischen Naturhafen und die grünen Hügel, die die Stadt einsäumen bekannt. Die Neuseeländer, auch genannt Kiwis, gaben ihrer City den Spitznamen „Windy Wellington“, da man sich während des ganzen Jahres vor starken Windböen in Acht nehmen muss. Die Temperaturen klettern im Sommer selten über die 20 Grad Marke, dafür regnet es hier weniger als in Auckland. Während der kühlen Wintermonate erreicht das Thermometer maximal 11 Grad.

Die Maori nannten Wellington „Te upoko o te ika a Maui“, das soviel wie „Der Kopf von Mauis Fisch“ bedeutet. Der Umriss der Nordinsel Neuseelands erinnerte die Maori an einen Fisch, daher erhielt der Ort diesen eigenwilligen Namen. 1770 erreichte Captain Cook das heutige Wellington, die Besiedlung durch Europäer begann aber erst 1839. Starke Winde und Meeresströmungen hielten die Engländer lange Zeit davon ab, hier eine Stadt zu errichten.

In Wellington leben heute verhältnismäßig viele Maori, Einwanderer von pazifischen Inseln und Asiaten. In anderen neuseeländischen Städten fühlen sich diese Bevölkerungsgruppen anscheinend weniger wohl. Wellington gilt auch nicht umsonst als drittlebenswerteste Stadt der Südhalbkugel. Einziger Nachteil sind Erdbeben, die hin und wieder in dieser Region auftreten.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt unter anderem das Beehive, das Haus der neuseeländischen Abgeordneten. Besucher sollten außerdem eine Fahrt mit dem historischen Cable Car unternehmen und die botanischen Gärten besuchen. Das Old Government House ist das größte Holzhaus der südlichen Hemisphäre und ebenfalls ein Touristenmagnet. Die sehenswerteste Kirche ist die Old Paul’s Cathedral.

Vom Mount Victoria haben Reisende einen herrlichen Ausblick auf die City von Wellington und den schönen Naturhafen. Die türkisblaue Oriental Bay empfiehlt sich an sonnigen Tagen zum Sonnenbaden und Schwimmen. Te Papa heißt das neuseeländische Nationalmuseum, das Hyde Park Museum beschäftigt sich mit der Geschichte der Stadt. Die Nationalbibliothek von Neuseeland ist ebenfalls einen Besuch wert.

Eine skuriose „Sehenswürdigkeit“ ist der berühmteste Obdachlose Neuseelands Ben Hana. Der Bettler wird von den Medien „Blanket Man“ genannt, da er zu jeder Jahreszeit nur mit einer Unterhose bekleidet ist und seinen Körper mit einer Decke verhüllt. Über ihn wurden schon Zeitungsberichte und Reportagen verfasst. Wer ihm in Wellington begegnet, sollte ihn mit einer kleinen Spende unterstützen.