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Christchurch – Zentrum der Südinsel

Die Stadt Christchurch hat 350.000 Einwohner und gilt aufgrund zahlreicher zugehöriger Vororte als zweitgrößter Ballungsraum von Neuseeland. Die Maori nannten den Ort am Avon River nach ihrem Häuptling ‚Otautaki’. Auf der Südinsel von Neuseeland und somit auch in Christchurch herrschen kältere Klimaverhältnisse: Im Sommer zeigt das Thermometer maximal 21 Grad an, die Winter sind mit 1 bis 10 Grad als ziemlich „kühl“ einzustufen. Reisende, die von der Nordinsel kommen, müssen sich daher auf einen Temperatursturz einstellen.

Christchurch ist berühmt für sein „englisches Flair“, das sich vor allem in der Architektur bemerkbar macht. Im Gegensatz zu anderen neuseeländischen Städten leben in Christchurch verhältnismäßig wenig Immigranten. Zirka neunzig Prozent der Einwohner sind „europäische“ Neuseeländer, fünf Prozent bezeichnen sich selbst als Maori und nur vier Prozent kommen aus Asien. Laut mündlicher Überlieferungen der Maori wurde das Gebiet von Christchurch erstmals im Jahre 1000 n. Chr. von den Waitaha besiedelt.

Die Region rund um Christchurch lebt heute großteils von der Landwirtschaft, aber auch vom Tourismus. In den sogenannten Canterbury Plains wird großteils Schaf- und Milchwirtschaft betrieben. In den südlichen Alpen befinden sich zahlreiche Skigebiete, die Touristen aus allen Teilen Neuseelands, Australiens aber auch aus Asien anlocken. Daher gibt es in Christchurch sogar einen internationalen Flughafen.

Neben dem Skifahren bietet die Region noch viele weitere Highlights. In Christchurch selbst zählt die Kathedrale als wichtigste Sehenswürdigkeit. Ihre Metallturmspitze verdankt die Kirche zahlreichen Erdbeben, die frühere Steinkonstruktionen zum Einsturz gebracht haben. Die Christchurch Cathedral liegt in der Innenstadt, die ebenfalls als sehr sehenswert gilt. Im Univiertel befinden sich die Arts Gallery und das Arts Centre von Christchurch. Natur erleben Besucher am besten bei einem Spaziergang durch die botanischen Gärten oder bei einer Bootsfahrt über den Avon River.

Wenn im Frühling die Zugvögel von der Antarktis heimkommen, ist dies jedes Mal ein besonderes Ereignis für die Einwohner von Christchurch. Die „Pfuhlschnepfen“, so wie die Vogelart heißt, werden mit einem herrlichen Glockenbimmeln aus der Christchurch Cathedral begrüßt. Mehr über das neuseeländische Wildlife können Reisende bei einem Besuch des Willowbank Reserve erfahren. Dort befindet sich sogar ein original Maori Dorf. Wissenswertes zum Thema Antarktis finden Interessierte im Arctic Centre.

Das beste Fortbewegungsmittel in der Innenstadt von Christchurch ist die restaurierte Straßenbahn, die für Hopp On/Hopp Off-Touren gut geeignet ist. Um die Gegend rundherum zu erkunden, ist ein Mietauto empfehlenswert. Besonders schön ist die Summit Road, eine Panoramastraße, die entlang eines Kraterrands gebaut wurde. Bei Port Hills gibt es eine Gondel, die zum 446 Meter hohen Gipfel der Hügel führt.

Baden können Besucher auf den Stränden New Brighton Beach, Summer Beach und Taylor’s Beach. Der New Brighton Beach ist vor allem bei Surfern sehr beliebt. Aufgrund der kühlen Temperaturen sind jedoch Neoprenanzüge erforderlich. Weitere beliebte Sportarten der Bewohner von Christchurch sind Golf und Cricket.